
Der uralte Krieg zwischen den Hohen Himmeln und den Brennenden Höllen – ein Patt, das keine Seite je endgültig für sich entscheiden konnte, bis die Menschheit selbst zu seinem Schlüssel wurde.
Nur wenige Engel und Dämonen stellten den Sinn dieses endlosen Krieges jemals grundsätzlich infrage. Noch weniger versuchten tatsächlich, sich ihm zu entziehen.
Überliefert · nach Diablo Wiki (Fandom)
Der Ewige Konflikt, auch Großer Konflikt genannt, bezeichnet den uralten Krieg zwischen den Mächten der Hohen Himmel und den Brennenden Höllen.
Was als Kampf zwischen Engeln und Dämonen begann, blieb jedoch nicht auf deren Reiche beschränkt. Mit der Entstehung Sanktuarios und dem Auftreten der Menschheit griff der Konflikt schließlich auch auf die sterbliche Welt über.
Der Ewige Konflikt ist nahezu so alt wie die Schöpfung selbst.
Auf der einen Seite standen die Engel der Hohen Himmel unter Führung des Angiris-Rates. Sie vertraten die Vorstellung, dass nur vollkommene Ordnung Bestand haben könne.
Ihnen gegenüber standen die Dämonen der Brennenden Höllen, angeführt von den Großen Übeln. Für sie bildeten Dunkelheit und Chaos den eigentlichen Kern der Existenz, weshalb sie die Ordnung der Engel als Widerspruch zu diesem Wesen der Schöpfung betrachteten. So entwickelte sich ein Krieg ohne absehbares Ende.
Die himmlischen Heerscharen führten zahllose Schlachten gegen die Armeen der Hölle. Immer wieder errangen die Hohen Himmel große Siege, doch sie waren nie in der Lage, ihre Gegner endgültig zu vernichten. Dämonische Mächte kehrten zurück, neue Armeen erhoben sich und der Krieg begann von Neuem.
Auch die Brennenden Höllen konnten die Engel niemals dauerhaft überwinden. Beide Seiten errangen Erfolge. Beide erlitten verheerende Niederlagen. Über unzählige Zeitalter entstand dadurch ein nahezu vollkommenes Patt.
Vor Inarius und Lilith war es zudem undenkbar, dass Engel und Dämonen Frieden miteinander schließen konnten. Die Feindschaft zwischen beiden Seiten galt als unveränderlicher Bestandteil ihrer Existenz.
Ein Großteil des Ewigen Konflikts wurde in Pandämonium ausgetragen. Dort befand sich der Weltenstein, dessen Macht es seinem Besitzer erlaubte, Wirklichkeit zu formen sowie Leben und ganze Welten zu erschaffen.
Obwohl der Krieg bereits vor seiner Entdeckung begonnen hatte, wurde der Weltenstein bald zu einem seiner wichtigsten Ziele. Die Engel nutzten seine Macht, um Welten nach ihren Vorstellungen vollkommener Ordnung zu erschaffen. Die Dämonen formten dagegen Welten der Zerstörung, des Schreckens und des Hasses oder erschufen mit seiner Hilfe Werkzeuge der Vernichtung.
Keine dieser Schöpfungen hatte jedoch dauerhaft Bestand. Der Krieg selbst sorgte dafür, dass die erschaffenen Welten schließlich verfielen, vernichtet wurden oder zwischen den Fronten zugrunde gingen.
Um den Weltenstein zu schützen, ließ Tyrael eine mächtige Festung um ihn errichten. Diese wurde später als Festung des Pandämoniums bekannt.
Im Verlauf des Ewigen Konflikts wechselte sie immer wieder den Besitzer. Engel und Dämonen hinterließen gleichermaßen ihre Spuren in der Festung, sodass sie schließlich Eigenschaften beider Mächte in sich trug.
Auch der Weltenstein selbst blieb von diesem ständigen Ringen nicht unbeeinflusst. Durch den fortwährenden Versuch beider Seiten, ihn für ihre jeweiligen Ziele zu kontrollieren, wurde er zunehmend von den Einflüssen Himmel und Hölle geprägt.
Obwohl Pandämonium das wichtigste Schlachtfeld war, erreichte der Krieg immer wieder auch die Reiche der beiden Parteien selbst.
Die Diamanttore der Hohen Himmel wurden mehrfach von dämonischen Armeen angegriffen. Trotz dieser Angriffe wurden die Tore jedoch niemals durchbrochen.
Ebenso führten die Engel Angriffe tief in die Brennenden Höllen. Eine dieser Unternehmungen richtete sich gegen Mephisto in dessen eigenem Reich des Hasses. Ein anderer Angriff galt der Höllenschmiede. Während dieser Unternehmung ging der Engel Izual verloren.
Trotz solcher Vorstöße gelang es keiner Seite, ihren Gegner dauerhaft zu unterwerfen.
Mit der Zeit begannen einzelne Engel und Dämonen, am Sinn des endlosen Krieges zu zweifeln. Zu ihnen gehörten Inarius und Lilith.
Gemeinsam mit einer Gruppe gleichgesinnter Engel und Dämonen entwendeten sie den Weltenstein und flohen aus dem Ewigen Konflikt. Mit seiner Macht erschufen sie eine neue Welt: Sanktuario.
Diese Welt sollte als Zufluchtsort dienen, fernab von Himmel und Hölle. Hier sollten Engel und Dämonen miteinander existieren können, ohne den endlosen Krieg ihrer Herkunftsreiche fortzuführen. Aus den Verbindungen zwischen ihnen gingen schließlich die Nephalem hervor.
Das plötzliche Verschwinden des Weltensteins blieb Himmel und Hölle jedoch nicht verborgen. Beide Seiten wussten zunächst nicht, wie ein derart mächtiges Artefakt spurlos verschwinden konnte.
Schließlich entdeckten die Mächte der Hölle Sanktuario. Anstatt die Hohen Himmel sofort auf die Existenz der verborgenen Welt aufmerksam zu machen, versuchten die Dämonen zunächst, im Geheimen Einfluss auf die Menschheit zu gewinnen.
Dazu entstand der Triune, durch den Menschen korrumpiert und auf die Seite der Hölle gezogen werden sollten. Die Großen Übel erkannten das gewaltige Potential der Menschheit und hofften, diese Macht nutzen zu können, um das seit Zeitaltern bestehende Patt im Ewigen Konflikt zu durchbrechen.
Ihnen gegenüber stand Inarius, der ebenfalls versuchte, die Entwicklung der Menschheit zu kontrollieren. Im Verlauf des Sündenkrieges wurden sowohl Inarius als auch Lucion durch Uldyssian überwunden.
Schließlich erfuhren auch die Hohen Himmel von Sanktuario und bereiteten dessen Vernichtung vor.
Die Situation eskalierte, als sowohl himmlische als auch höllische Mächte in Sanktuario eingriffen. Uldyssian gelang es schließlich durch ein außergewöhnliches Opfer, beide Seiten zurückzudrängen und zugleich das entfesselte Potential der Menschheit erneut einzudämmen.
Danach entschied der Angiris-Rat über das Schicksal Sanktuarios. Die Hohen Himmel beschlossen, die Welt nicht zu vernichten. Es kam zu einem Abkommen mit den Brennenden Höllen, nach dem beide Seiten die Existenz Sanktuarios respektieren sollten.
Die Großen Übel hatten jedoch nicht die Absicht, diese Vereinbarung dauerhaft einzuhalten. Von diesem Zeitpunkt an konzentrierte sich die Hölle zunehmend darauf, die Menschheit zu verführen und zu korrumpieren, anstatt ausschließlich offene Schlachten gegen die Hohen Himmel zu führen.
Mit der Zeit erfuhren auch Menschen von Teilen des Ewigen Konflikts. Das tatsächliche Ausmaß und die Geschichte des Krieges blieben jedoch nur wenigen bekannt.
Gelehrte und Mystiker versuchten über Jahrhunderte hinweg zu verstehen, woher Engel und Dämonen stammten, wie ihr Krieg begonnen hatte und welche Mächte schon vor ihnen existierten. Für die meisten Bewohner Sanktuarios blieb der Ewige Konflikt dennoch etwas Entferntes, Mythisches oder nur teilweise Verstandenes.
Tatsächlich war ihre Welt jedoch längst Teil dieses Krieges geworden.
Der Ewige Konflikt setzte sich auch in späteren Zeitaltern fort. Sanktuario wurde zunehmend selbst zum Schauplatz des Ringens zwischen Himmel und Hölle.
Insbesondere Diablo nutzte Menschen und ihre Seelen als Werkzeuge für seine eigenen Ziele und betrachtete Sanktuario zugleich als Ausgangspunkt für einen Angriff auf die Hohen Himmel.
Damit hatte sich der Charakter des Ewigen Konflikts grundlegend verändert. Aus einem Krieg zwischen zwei übernatürlichen Reichen war ein Kampf geworden, in dessen Zentrum zunehmend die Menschheit stand.
Der Ewige Konflikt begann lange vor der Entstehung Sanktuarios und überdauerte zahllose Zeitalter. Weder Engel noch Dämonen waren bislang in der Lage, die jeweils andere Seite dauerhaft zu besiegen.
Mit der Erschaffung Sanktuarios entstand jedoch ein neuer Faktor. Die Menschheit, hervorgegangen aus Engeln und Dämonen, besitzt ein Potential, das beide Seiten für ihre eigenen Ziele nutzen wollten.
Damit wurde Sanktuario nicht nur zu einem weiteren Schlachtfeld des Ewigen Konflikts, sondern zu einem möglichen Schlüssel für dessen zukünftigen Verlauf.