
Eines der mächtigsten Artefakte der Schöpfung – umkämpft im Ewigen Konflikt, Ursprung Sanktuarios und über Jahrtausende Schicksal der Menschheit.
Tief verborgen und schließlich im Inneren des Berges Arreat eingeschlossen, blieb der Weltenstein für die meisten Menschen eine unbekannte Macht im Hintergrund ihrer Welt.
Überliefert · nach Diablo Wiki (Fandom)
Der Weltenstein, auch als Auge Anus, Herz der Schöpfung und Herz der Welt bezeichnet, gehörte zu den mächtigsten bekannten Artefakten der Schöpfung. Seine Bedeutung reicht weit über Sanktuario hinaus: Engel und Dämonen kämpften im Ewigen Konflikt um seine Kontrolle, mit seiner Macht wurde Sanktuario erschaffen, und über Jahrtausende beeinflusste er unmittelbar das Schicksal der Menschheit.
Der Weltenstein befand sich ursprünglich in Pandämonium, an einem Ort, der mit der gewaltsamen Entstehung des Universums aus dem Konflikt zwischen Anu und Tathamet verbunden war. Der Überlieferung zufolge entdeckte Malthael das Auge Anus in den frühen Tagen der Engel und gab ihm den Namen Weltenstein.
Seine Macht erlaubte es, Wirklichkeiten zu formen und Welten zu erschaffen. Doch weder Engel noch Dämonen vermochten dauerhaft vollkommene Welten hervorzubringen. Immer wieder entstanden Schöpfungen, die ihre jeweiligen Erbauer widerspiegelten und schließlich zugrunde gingen.
Damit wurde der Weltenstein zu einem der zentralen Streitpunkte des Ewigen Konflikts. Beide Seiten versuchten wiederholt, ihn unter ihre Kontrolle zu bringen. Um ihn zu schützen, ließ Tyrael schließlich eine Festung um ihn errichten – jene Anlage, die später als Festung des Pandämoniums bekannt wurde.
Inarius gehörte zu jenen Engeln, die des endlosen Krieges zwischen Himmel und Hölle überdrüssig wurden. Gemeinsam mit Lilith und weiteren abtrünnigen Engeln und Dämonen entzog er den Weltenstein dem Zugriff beider Seiten.
Sie veränderten seine Ausrichtung und verbargen ihn in einer abgeschlossenen Dimension. Um ihn herum erschufen sie eine neue Welt: Sanktuario.
Diese Welt sollte ursprünglich ein Zufluchtsort sein – fern vom Ewigen Konflikt und verborgen vor den Hohen Himmeln und den Brennenden Höllen. Der Weltenstein bildete dabei nicht lediglich ein Werkzeug ihrer Schöpfung. Seine Macht lag im Zentrum dieser neuen Wirklichkeit und half zugleich dabei, Sanktuario vor den beiden großen Mächten zu verbergen.
Später wurde der Weltenstein an den Ort gebracht, an dem Inarius den gewaltigen Berg Arreat um ihn herum formte. Der Berg selbst wurde so zu einer schützenden Hülle für das Artefakt.
Aus den Verbindungen zwischen Engeln und Dämonen gingen die Nephalem hervor. Ihre Macht übertraf die Erwartungen ihrer Eltern – und weckte unter den abtrünnigen Engeln und Dämonen zunehmend Angst.
Nach Liliths gewaltsamem Vorgehen gegen jene, die eine Vernichtung der Nephalem erwogen, verbannte Inarius sie aus Sanktuario. Doch auch er fürchtete die Macht der gemeinsamen Nachkommen.
Daraufhin veränderte Inarius den Weltenstein. Seine neue Ausrichtung unterdrückte fortan das Potential der Nephalem. Von Generation zu Generation nahm ihre Macht ab, bis aus ihnen schließlich die sterbliche Menschheit hervorging. Der Weltenstein beeinflusste damit nicht nur die Welt selbst, sondern über lange Zeit auch die Entwicklung jener Wesen, die auf ihr lebten.
Nach den Ereignissen des Sündenkriegs wurde der Weltenstein erneut so beeinflusst, dass das verborgene Nephalem-Potential der Menschheit unterdrückt blieb.
Selbst kleinere Teile des Weltensteins konnten enorme Kräfte besitzen. Seine Fragmente vermochten ihre Umgebung zu verändern und konnten sogar Auswirkungen auf Seelen und Lebewesen haben.
Auch die Seelensteine, mit denen später die Großen Übel gebunden wurden, stehen unmittelbar mit dem Weltenstein in Verbindung. Tyrael fertigte drei Seelensteine aus ihm, damit die Horadrim Diablo, Mephisto und Baal darin gefangen halten konnten.
Diese Verbindung sollte schließlich auch zum Untergang des Weltensteins führen.
Während der Ereignisse von Diablo II: Lord of Destruction marschierte Baal, der Herr der Zerstörung, mit seinen Truppen auf den Berg Arreat. Sein Ziel war der Weltenstein.
Baal gelangte bis in dessen Kammer und begann, ihn mit der Macht seines eigenen Seelensteins zu verderben. Damit bedrohte er nicht nur das Artefakt selbst. Über den Weltenstein hätte sich sein Einfluss auf die Menschheit und Sanktuario ausbreiten können.
Die Helden, die zuvor bereits Diablo und Mephisto besiegt hatten, erreichten die Kammer und töteten Baal. Doch sie kamen zu spät: Der Weltenstein war bereits verdorben.
Tyrael erkannte, dass die Verderbnis nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte.
Er schickte die Helden fort und traf eine Entscheidung, deren Folgen selbst er nicht vollständig absehen konnte. Mit seinem Schwert El'druin schlug er gegen den Weltenstein und zerstörte ihn.
Die folgende Explosion verwüstete den Berg Arreat und die umliegenden Gebiete. Wo sich einst der gewaltige Berg erhoben hatte, blieb ein zerstörter Krater zurück. Die nördlichen Steppen wurden schwer verheert und entwickelten sich zu jenem Gebiet, das später als Schreckenslande bekannt wurde.
Doch die Zerstörung des Berges war nur die unmittelbar sichtbare Folge.
Mit dem Weltenstein verschwand eine der Kräfte, die Sanktuario über Jahrtausende geprägt hatten.
Die Welt war nicht länger auf dieselbe Weise vor Himmel und Hölle abgeschirmt. Zugleich fiel der Einfluss fort, der das verborgene Potential der Menschheit unterdrückt hatte. Spätere Ereignisse zeigen, dass zumindest einzelne Menschen wieder Kräfte entwickeln konnten, die an das ursprüngliche Erbe der Nephalem erinnerten.
Die Explosion hatte den Weltenstein jedoch nicht vollständig aus der Welt getilgt. Zahlreiche Splitter wurden über Sanktuario verstreut. Auch diese Fragmente besaßen weiterhin gewaltige Macht. Einige veränderten Landschaften und Lebewesen, andere wurden von Dämonen oder Sterblichen gesucht und für eigene Ziele eingesetzt. Besonders in der Zeit nach der Zerstörung Arreats wurden diese Splitter zu einer neuen Quelle von Verderbnis und Konflikten.
Damit endete zwar die Geschichte des Weltensteins als gewaltiges Artefakt im Herzen Arreats – sein Einfluss auf Sanktuario jedoch nicht.