
Als Zufluchtsort vor dem Ewigen Konflikt erschaffen, wurde Sanktuario ausgerechnet durch jene Wesen, die dort entstanden, selbst zu einem seiner wichtigsten Schauplätze.
Im Zentrum dieser Schöpfung standen Inarius und Lilith. Gemeinsam mit anderen Abtrünnigen entwendeten sie den Weltenstein, um eine neue Welt fernab der bekannten Reiche zu formen.
Überliefert · nach Diablo Wiki (Fandom)
Sanktuario entstand nicht als Teil des ursprünglichen Gefüges von Himmel und Hölle. Die Welt wurde bewusst erschaffen – als Zufluchtsort für jene Engel und Dämonen, die dem Ewigen Konflikt entkommen wollten.
Im Zentrum dieser Schöpfung standen Inarius und Lilith. Gemeinsam mit anderen Abtrünnigen entwendeten sie den Weltenstein aus der Festung des Pandämoniums und nutzten seine Macht, um eine neue Welt fernab der bekannten Reiche zu formen.
Über unzählige Zeitalter hatten Engel und Dämonen gegeneinander gekämpft. Doch nicht alle wollten diesen Krieg bis in alle Ewigkeit fortsetzen.
Inarius und Lilith gehörten zu jenen, die vom Ewigen Konflikt desillusioniert waren. Gemeinsam sammelten sie weitere Engel und Dämonen um sich, die ebenfalls nach einem Ausweg suchten.
Ihr Ziel war nicht, den Krieg zu gewinnen. Sie wollten ihm vollständig entkommen. Dazu stahlen sie den Weltenstein aus der Festung des Pandämoniums und brachten ihn an einen Ort außerhalb der unmittelbaren Reichweite von Himmel und Hölle.
Inarius und seine Gefährten veränderten die Ausrichtung des Weltensteins. Dadurch wurde er aus dem Zugriff jener Engel und Dämonen verborgen, die weiterhin im Ewigen Konflikt kämpften.
Der gewaltige Kristall wurde in eine abgeschlossene Dimension versetzt. Um ihn herum formten die Abtrünnigen eine neue Welt.
Sie sollte ein Ort ohne den ewigen Krieg sein – ein Refugium, in dem Engel und Dämonen miteinander existieren konnten, ohne den Konflikt ihrer Herkunftsreiche fortzuführen. Sie nannten diese Welt: Sanktuario.
Sanktuario war von Beginn an das Werk beider Seiten. Engel und Dämonen verbanden ihre Kräfte, um die Welt zu formen.
Diese gemeinsame Herkunft hinterließ Spuren in der Struktur Sanktuarios selbst. An verschiedenen Orten existieren besondere Knotenpunkte, an denen die Kräfte seiner Schöpfer die Wirklichkeit der Welt festigen. Auch Orte besonderer Macht und miteinander verbundene Leylinien durchziehen Sanktuario.
Damit unterschied sich Sanktuario grundlegend von den Hohen Himmeln und den Brennenden Höllen. Die Welt war weder rein himmlisch noch rein dämonisch. Sie war aus beiden hervorgegangen.
Mit der Zeit entstanden zwischen den geflohenen Engeln und Dämonen Verbindungen. Aus ihnen gingen Kinder hervor: die Nephalem.
Doch schon bald wurde deutlich, dass diese Nachkommen nicht einfach eine Mischung ihrer Eltern waren. Die Nephalem besaßen eine Macht, die jene der Engel und Dämonen übertreffen konnte.
Diese Erkenntnis löste unter den Schöpfern Sanktuarios Angst aus. Einige fürchteten die Nephalem selbst, andere befürchteten, ihre außergewöhnliche Macht könne die Aufmerksamkeit der Hohen Himmel und der Brennenden Höllen auf die verborgene Welt lenken. Unter den Abtrünnigen entstand schließlich ein Streit darüber, ob die Nephalem weiterleben durften.
Inarius konnte sich zunächst nicht entscheiden, wie mit den Nephalem verfahren werden sollte, und forderte eine Zeit der Besinnung.
Lilith wartete jedoch nicht ab. Aus Angst davor, dass ihre Kinder vernichtet werden könnten, wandte sie sich gegen die übrigen Engel und Dämonen Sanktuarios.
Sie tötete nahezu alle, die Inarius und ihr in die neue Welt gefolgt waren. Damit zerstörte sie einen großen Teil jener Gemeinschaft, die Sanktuario ursprünglich erschaffen hatte.
Schließlich stellte sich Inarius gegen Lilith und besiegte sie. Trotz seines Zorns brachte er es jedoch nicht über sich, sie zu töten.
Stattdessen verbannte er Lilith in die Leere. Damit blieb Inarius als maßgebliche Macht über Sanktuario zurück.
Auch Inarius fürchtete die Macht der Nephalem. Statt sie jedoch zu vernichten, griff er erneut auf den Weltenstein zurück.
Er veränderte dessen Ausrichtung so, dass die Macht der Nephalem mit jeder Generation schwächer wurde. Was einst Wesen von gewaltigem Potential gewesen waren, verlor zunehmend seine ursprüngliche Stärke.
Aus ihren späteren Nachkommen entstand schließlich die Menschheit.
Über die folgenden Jahrtausende verschwanden die ursprünglichen Nephalem zunehmend aus der Welt. Ihre Existenz ging in Legenden und Mythen über.
Die Menschheit dagegen breitete sich über Sanktuario aus – weitgehend ohne Kenntnis ihrer eigenen Herkunft. Nur wenige wussten noch, dass Menschen von Engeln und Dämonen abstammten und dass in ihnen weiterhin ein Teil jener Macht verborgen lag, die einst die Nephalem ausgezeichnet hatte.
Sanktuario war als Flucht vor dem Ewigen Konflikt erschaffen worden. Doch gerade die Wesen, die dort entstanden, machten eine dauerhafte Isolation unmöglich.
Die Nephalem und ihre menschlichen Nachkommen besaßen ein Potential, das sowohl für Himmel als auch für Hölle von enormer Bedeutung war. Als die Brennenden Höllen schließlich von der Existenz Sanktuarios erfuhren, erkannten die Großen Übel dieses Potential und versuchten, die Menschheit für ihren Krieg gegen die Hohen Himmel zu gewinnen.
Damit wurde ausgerechnet jene Welt, die geschaffen worden war, um dem Ewigen Konflikt zu entkommen, später selbst zu einem seiner wichtigsten Schauplätze.