Sie verstehen sich nicht als klassische Magier und lehnen viele Formen traditioneller Magie bewusst ab. Stattdessen suchen sie die Einheit mit der natürlichen Welt.

Kategorie
Magische Tradition
Herkunft
Barbarische Stämme, später Scosglen
Lehre
Caoi Dúlra — die Alten Wege
Gründer
Fiacla-Géar
Inhalt

Überliefert · nach Diablo Wiki (Fandom)

Die Druiden sind eine der ältesten magischen Traditionen Sanktuarios. Ihre Kultur, ihre Glaubensvorstellungen und ihre Lebensweise werden als die Alten Wege bezeichnet.

Sie verstehen sich nicht als klassische Magier und lehnen viele Formen traditioneller Magie bewusst ab. Stattdessen suchen sie die Einheit mit der natürlichen Welt und beziehen ihre Kraft aus ihrer Verbindung zu Tieren, Pflanzen, Erde, Wind und Wetter.

Ihre Wurzeln liegen bei den barbarischen Stämmen, doch aus dieser gemeinsamen Herkunft entwickelte sich früh ein eigener Weg.

Kapitel EinsDie Alten Wege

Das kulturelle und spirituelle System der Druiden wird als die Alten Wege bezeichnet. Anders als viele Völker Kehjistans messen sie großen Städten keine besondere Bedeutung bei.

Stattdessen leben sie in verstreuten Gemeinschaften, Dörfern und vor allem in mächtigen steinernen Türmen, die als Druidenkollegs dienen. Diese Bauwerke sind über ihre Heimat verteilt und bilden die Zentren druidischer Lehre und Ausbildung.

Kapitel ZweiLeben abseits der Städte

Trotz ihrer engen Verbindung zu Wildnis und Natur leben Druiden nicht ausschließlich abgeschieden. Es gibt druidische Dörfer, Landwirtschaft und verschiedene Formen des gemeinschaftlichen Lebens.

An den Küsten existieren außerdem Siedlungen, deren Alltag stark vom Fischfang geprägt ist. Manche besonders wagemutigen Druiden betrachten selbst das Meer als Teil ihres natürlichen Erbes und wagen sich weit hinaus in seine Tiefen. Wer zurückkehrt, gilt als gestärkt. Wer scheitert, hinterlässt seine Schätze für jene, die nach ihm kommen.

Kapitel DreiRuhig, aber gefährlich

Druiden gelten als zurückhaltend und nachdenklich. Ihr ruhiges Auftreten sollte jedoch nicht mit Schwäche verwechselt werden. Durch ihre gemeinsame Abstammung mit den Barbaren verfügen viele von ihnen über große körperliche Stärke.

Obwohl sie sich einst von den barbarischen Stämmen abspalteten, verstehen sie sich heute nicht als Teil deren Kultur und verehren ihre barbarischen Verwandten nicht.

Kapitel VierWächter ihrer Lebensweise

Deckard Cain schätzte, dass es im Jahr 1285 mindestens 500 hochrangige druidische Krieger gab, die einen großen Teil der druidischen Kultur bewachten und lenkten.

Druiden sind bereit, große Risiken einzugehen, um ihre Lebensweise zu schützen. Dazu gehört sogar, die eigene Menschlichkeit aufs Spiel zu setzen und das Tier in sich zu erwecken. Ältere Überlieferungen deuten darauf hin, dass die Druiden früher deutlich wilder und ungezähmter waren als in späteren Jahrhunderten.

Kapitel FünfWeissagung und Zeichen

Auch Weissagung gehört zu ihren Praktiken. Unter den Sternen und bei Neumond suchen Druiden nach Mustern am Himmel, die Hinweise auf kommende Ereignisse geben könnten.

Die natürliche Welt ist für sie nicht nur Umgebung. Sie ist zugleich Lehrmeister, Warnung und Zeichen.

Kapitel SechsDer Rabe

Viele Druiden verehren den Raben wegen seiner Klugheit, Loyalität und seiner Fähigkeit, drohende Gefahren vorauszuahnen.

Diese Verehrung geht auf die Überlieferung zurück, dass ein Rabe einst auf dem Großen Eichenbaum saß und lauschte, als Vasily dort lehrte. Dadurch wurde der Vogel zu einem wichtigen Symbol innerhalb der druidischen Kultur.

Kapitel SiebenAusbildung in den Druidenkollegs

Das bedeutendste Druidenkolleg ist Túr Dúlra. Dort steht die große Eiche Glór-an-Fháidha, die als eine der wichtigsten Quellen druidischer Lehre gilt.

Unter ihren Ästen verfeinern Druiden seit Jahrhunderten sowohl ihre Naturmagie als auch die Kampftechniken, die sie von ihren barbarischen Vorfahren übernommen haben. Bereits in jungen Jahren beginnen Druiden damit, ihre Verbindung zur Natur zu stärken und ihre Fähigkeiten in den Kollegs ihrer Heimat zu entwickeln.

Kapitel AchtKeine gewöhnliche Magie

Druiden lehnen die Nutzung traditioneller Magie ab. Sie bezeichnen diese als Dubhdroiacht. Stattdessen folgen sie dem Caoi Dúlra, einer Philosophie, die vollständige Einheit mit der natürlichen Welt fordert.

Ihre Kräfte entstehen nicht aus derselben arkanen Tradition wie die Magie der klassischen Magierclans. Sie beruhen auf einer engen Verbindung zu Sanktuario selbst.

Kapitel NeunFeuer, Erde und Wind

Durch diese Verbindung können Druiden natürliche Kräfte beeinflussen. Sie vermögen Feuer, Erde und Wind zu lenken. Auch Blitze können sie herabrufen.

Für einen jungen Druiden gilt der erste erfolgreich beschworene Blitz als bedeutender Moment. Wer diesen überlebt, vergisst ihn gewöhnlich nicht.

Kapitel ZehnTiere als Verbündete

Druiden sind eng mit den Tieren der Wildnis verbunden. Sie können Tiere um Unterstützung bitten und sie im Kampf an ihre Seite rufen.

Diese Verbindung geht über bloße Beherrschung hinaus. Für die Druiden sind Tiere Teil derselben natürlichen Ordnung, der auch sie selbst angehören.

Kapitel ElfPflanzen und Naturgeister

Auch Pflanzen können ihrem Ruf folgen. Druiden vermögen beseelte Pflanzen aus der Erde hervorzubringen und im Kampf einzusetzen. Ihre Verbindung zur Natur umfasst damit nicht nur Tiere, sondern die gesamte lebendige Umwelt.

Kapitel ZwölfGestaltwandlung

Zu den außergewöhnlichsten Fähigkeiten der Druiden gehört die Gestaltwandlung. Durch ihre enge Verbindung zu Tieren können sie ihre eigene körperliche Form verändern und Eigenschaften jener Wesen annehmen, die sie schützen.

Dabei verändern sie nicht nur ihr Aussehen. Sie übernehmen auch Stärke und Fähigkeiten ihrer tierischen Verbündeten. Diese Fähigkeit gehört zu den eindrucksvollsten Ausdrucksformen ihrer Verbindung zur Natur.

Kapitel DreizehnEine Gabe im Blut

Einige ihrer barbarischen Verwandten glauben, dass die Fähigkeit der Druiden, Bindungen zu Tieren aufzubauen, bereits in ihrem Blut verankert sei.

Ob dies tatsächlich der Ursprung ihrer Kräfte ist, bleibt innerhalb der Überlieferung offen. Sicher ist nur, dass diese Verbindung seit frühester druidischer Geschichte eine zentrale Rolle spielt.

Kapitel VierzehnFiacla-Géar und Bul-Kathos

Die Ursprünge der Druiden reichen bis in die Zeit Bul-Kathos' zurück. In der alten druidischen Schrift Scéal Fada wird ein Mann namens Fiacla-Géar erwähnt.

Er wird je nach Überlieferung entweder als enger Freund oder als Bruder Bul-Kathos' beschrieben. Beide kannten die alten Geheimnisse unter dem Berg Arreat und wussten von der Aufgabe ihres Volkes, diese zu beschützen. Doch sie unterschieden sich in der Frage, wie dieses Ziel erreicht werden sollte.

Kapitel FünfzehnZwei Wege

Bul-Kathos glaubte, die Stämme müssten vereint und durch strenge militärische Disziplin geformt werden. Fiacla-Géar war anderer Meinung.

Er war überzeugt, dass ihr Volk nur dann seine Aufgabe wirklich verstehen könne, wenn es eine spirituelle Einheit mit dem Land entwickelte, das es beschützen sollte. Beide erkannten den Wert der jeweils anderen Sichtweise an. Doch ihre Wege trennten sich.

Kapitel SechzehnDer Weg nach Scosglen

Als Bul-Kathos die barbarischen Stämme vereinte, sammelte Fiacla-Géar eine kleine Gruppe aus Kriegerdichtern und Schamanen um sich. Gemeinsam zogen sie sich in die Wälder von Scosglen zurück.

Dort errichteten sie die ersten Druidenkollegs. Es waren gewaltige Türme aus Stein, ohne Mörtel erbaut, von Pflanzen überwuchert und tief unter dem Blätterdach verborgen. Aus dieser Gemeinschaft entwickelte sich eine neue Kultur.

Kapitel SiebzehnAbkehr von den Barbaren

Die Druiden schufen eine eigene Sprache und eine eigene Lebensweise. Sie trennten sich bewusst von ihren barbarischen Verwandten.

Gleichzeitig schworen sie, erst dann wieder zu den Steppen des Berges Arreat zurückzukehren, wenn der Uileloscadh Mór beginnen würde: die letzte große Schlacht zwischen den Menschen und den Dämonen der Brennenden Höllen.

Kapitel AchtzehnCaoi Dúlra

In Scosglen lehrte Fiacla-Géar seine Anhänger den Caoi Dúlra. Diese Lehre stellt Harmonie mit der natürlichen Welt in den Mittelpunkt.

Pflanzen, Tiere und natürliche Elemente gelten darin nicht nur als Ressourcen, sondern als Verkörperungen jener Welt, die die Druiden zu schützen geschworen haben. Durch dieses Verständnis lernten die Druiden, sich immer enger mit der Natur zu verbinden.

Kapitel NeunzehnDie Natur als Lehrmeister

Mit der Zeit wurde diese Verbindung so stark, dass die Druiden Pflanzen und Tiere verstehen konnten. Diese wiederum offenbarten ihnen nach ihrer Überlieferung die Geheimnisse der natürlichen Welt.

So lernten sie, Tiere aus weiter Entfernung zu rufen, beseelte Pflanzen aus dem Boden wachsen zu lassen, ihre Gestalt zu verändern und sogar das Wetter in begrenztem Umfang zu beeinflussen. All diese Fähigkeiten dienten einem übergeordneten Ziel: Sie wollten bereit sein, wenn der große Konflikt schließlich beginnen würde.

Kapitel ZwanzigScosglen als verbotener Ort

Selbst auf dem Höhepunkt ihrer Macht wagten die Magierclans nur ungern, Scosglen zu betreten. Die Kräfte der dort lebenden Druiden galten als wild und gefährlich.

Alte Geschichten berichten von Vizjerei-Magiern, die nach Scosglen vordrangen und entweder zurückgeschlagen oder getötet wurden. Damit blieb das Land der Druiden lange weitgehend außerhalb des direkten Einflusses der großen Magierclans.

Kapitel EinundzwanzigDie Magierclankriege

Offenbar spielten die Druiden auch während der Magierclankriege eine Rolle. Die genauen Umstände werden in der Quelle nicht näher ausgeführt.

Bekannt ist jedoch, dass sich ihr Verhältnis zu den barbarischen Verwandten dadurch weiter verschlechterte. Die Druiden wurden schließlich aus den Nördlichen Steppen verbannt. Zugleich wurden ihre Kräfte in den barbarischen Ländern bewusst geheim gehalten.

Kapitel ZweiundzwanzigKonflikte in den Sharval-Wildnissen

Jahrhunderte später befanden sich Druiden in den Sharval-Wildnissen über lange Zeit im Konflikt mit verschiedenen Hexenzirkeln. Dieser Gegensatz zog sich über Jahrhunderte hin.

Damit zeigt sich, dass die Druiden nicht nur gegen dämonische Mächte kämpften, sondern auch gegen andere Gruppen, deren Umgang mit Magie oder Natur ihren eigenen Vorstellungen widersprach.

Kapitel DreiundzwanzigUileloscadh Mór

Als Tristram in Dunkelheit versank und dämonische Mächte erneut verstärkt nach Sanktuario eindrangen, glaubten viele Druiden, der lange erwartete letzte Konflikt habe begonnen.

Besonders die sogenannten Leathdhiabhala, dämonisch verdorbene Formen jener Kreaturen, die die Druiden eigentlich schützen wollten, lösten große Wut aus. Daraufhin verließen die Druiden ihre Wälder.

Kapitel VierundzwanzigKampf gegen Baal

Ein Druide kehrte schließlich in die Nördlichen Steppen zurück und half gemeinsam mit anderen Helden bei der Verteidigung Harrogaths gegen Baal. Baal wurde besiegt. Doch der Sieg kostete den Weltenstein.

Gleichzeitig verteidigten die Druiden ihre eigenen Länder gegen Baals Streitkräfte.

Kapitel FünfundzwanzigNach Malthael

In den Jahrzehnten nach Malthaels Niederlage verschlechterte sich die Lage in Scosglen erheblich. Khazra verwüsteten das Land und töteten selbst Bauern in unmittelbarer Nähe befestigter Siedlungen.

Außerhalb der Städte und Dörfer wurde die Wildnis zunehmend gefährlicher. Auch die Küsten waren betroffen. Dort breiteten sich die Ertrunkenen aus.

Kapitel SechsundzwanzigLeben trotz Gefahr

Trotz dieser Bedrohungen hielten die Druiden an ihrer Lebensweise fest. Die Küstenbewohner fischten weiterhin im Gefrorenen Meer.

Ihre Verbundenheit zur Natur bedeutete nicht, dass diese Natur immer friedlich war. Sie lebten vielmehr in einer Welt, die sie schützen wollten, obwohl sie gleichzeitig ständig mit deren Gefahren konfrontiert waren.

Kapitel SiebenundzwanzigDruiden in Hawezar

Während der Großen Feindschaft lebten Druiden auch in Hawezar. Dort bewahrten sie weiterhin die Alten Wege und ihre Verehrung der Natur.

Zugleich befanden sie sich in einem andauernden Konflikt mit den Nangari. Damit waren die Druiden längst nicht mehr ausschließlich auf Scosglen beschränkt.

Kapitel AchtundzwanzigZwischen Mensch und Wildnis

Die Druiden betrachten sich nicht als Herren der Natur. Sie versuchen, Teil von ihr zu sein. Ihre Magie, ihre Kultur und selbst ihre Kampftechniken beruhen auf diesem Grundgedanken.

Sie rufen Tiere nicht einfach als Werkzeuge. Sie verwandeln sich nicht aus bloßer Machtgier. Und sie beeinflussen Wind und Erde nicht wie klassische Magier, die eine äußere Kraft kontrollieren. Für sie entsteht Macht aus Verbundenheit.

Gerade darin unterscheidet sich ihre Tradition grundlegend von vielen anderen Formen der Magie Sanktuarios.

Quellen
Diablo Wiki — Druids
Bearbeitete & übersetzte Inhalte, CC BY-SA