
Seelen, die nach gewaltsamem Tod oder unerfüllten Angelegenheiten nicht weiterzogen, sondern an die sterbliche Welt gebunden blieben.
Manche Seelen ziehen weiter. Andere bleiben zurück. Und solange die Ursache ihrer Bindung bestehen bleibt, können sie weiter durch die Welt der Lebenden wandern.
Überliefert · nach Diablo Wiki (Fandom)
Geister sind die Seelen Verstorbener, die nach ihrem Tod nicht vollständig aus der Welt der Lebenden verschwunden sind.
Während menschliche Seelen normalerweise die sterbliche Ebene verlassen, können bestimmte Umstände dazu führen, dass sie weiterhin an Sanktuario gebunden bleiben. Besonders häufig betrifft dies Menschen, die eines gewaltsamen Todes starben oder mit ungelösten Konflikten und tiefem Bedauern zurückblieben.
Der Tod bedeutet für einen Menschen normalerweise den Übergang seiner Seele in eine andere Ebene der Existenz. Doch nicht jede Seele findet diesen Weg.
Gewaltsamer Tod, starke Reue oder unerfüllte Angelegenheiten können eine Seele an die Welt der Lebenden binden. Aus solchen zurückgebliebenen Seelen entstehen Geister.
Viele Geister sind eng mit den Umständen ihres Todes verbunden. Sie können nach Vergeltung verlangen oder versuchen, jene Ereignisse zu vollenden, die sie zu Lebzeiten nicht abschließen konnten.
Dabei bleiben sie häufig an Orte, Personen oder Ereignisse gebunden, die für ihren Tod oder ihre Vergangenheit von Bedeutung waren. Der Quellentext beschreibt insbesondere ihren Wunsch nach Vergeltung als typisches Motiv.
Geister existieren weiterhin, ohne jedoch in derselben Weise am Leben teilzuhaben wie zuvor. Sie sehnen sich nach Empfindungen, die ihnen nach dem Tod genommen wurden.
Diese fehlenden Erfahrungen und Gefühle können ihr Verhalten bestimmen und dazu beitragen, dass sie sich nicht von der sterblichen Welt lösen können.
Damit stehen Geister zwischen zwei Zuständen. Sie sind nicht mehr lebendig, haben die Welt der Sterblichen aber auch nicht vollständig verlassen.
Gerade deshalb passen sie sehr gut in die größeren Vorstellungen vom Gleichgewicht zwischen Leben und Tod, das für die Lehren Rathmas von zentraler Bedeutung ist.
Die Priester Rathmas gehen davon aus, dass eine Seele nach dem Tod normalerweise in eine andere Ebene übergeht und dort eine neue Rolle innerhalb des großen Kreislaufs übernimmt. Ein Geist stellt deshalb einen Zustand dar, in dem dieser Übergang zumindest vorübergehend nicht vollständig stattgefunden hat.
Auch magische Einflüsse können die Grenze zwischen Leben und Tod stören. Die bloße Nähe mächtiger Nekromanten kann Tote erwecken und sogar Seelen beunruhigen, die eigentlich Ruhe gefunden haben.
Das bedeutet nicht, dass jeder Geist das Ergebnis von Nekromantie ist. Es zeigt jedoch, dass die Grenze zwischen den Lebenden und den Toten in Sanktuario nicht unveränderlich ist.
Sanktuario ist eine Welt voller Krieg, Gewalt und Katastrophen. Entsprechend gibt es zahllose Orte, an denen Menschen gewaltsam ums Leben kamen oder ungelöste Schicksale zurückließen.
Geister sind daher kein außergewöhnlicher Einzelfall, sondern eine wiederkehrende Erscheinung in einer Welt, in der die Toten nicht immer vollständig von den Lebenden getrennt bleiben.
Im Kern sind Geister keine eigene Spezies. Sie sind die Überreste verstorbener Menschen, deren Seelen weiterhin an die sterbliche Welt gebunden sind.
Ihre Erscheinung erinnert daran, dass der Tod in Sanktuario nicht immer einen klaren Abschluss bedeutet. Manche Seelen ziehen weiter. Andere bleiben zurück. Und solange die Ursache ihrer Bindung bestehen bleibt, können sie weiter durch die Welt der Lebenden wandern.