Für die Priester Rathmas ist der Tod kein Gegensatz zum Leben, sondern Teil eines größeren Kreislaufs – und die Totenbeschwörung ein Mittel, um auf ihn einzuwirken.

Kategorie
Magische Disziplin
Auch bekannt als
Nekromantie, Kunst Rathmas, Kunst des Sohnes, Todesmagie
Entdeckt von
Rathma
Träger
Priester Rathmas, vereinzelt Dämonen & Vampire
Inhalt

Überliefert · nach Diablo Wiki (Fandom)

Die Totenbeschwörung, auch Nekromantie, Kunst Rathmas, Kunst des Sohnes oder Todesmagie genannt, ist eine eigene Schule der Magie in Sanktuario.

Sie beschäftigt sich mit dem Tod, mit den Kräften verstorbener Wesen und mit dem Kreislauf von Leben und Vergehen. Obwohl sie von vielen Menschen als finstere oder verbotene Kunst betrachtet wird, ist sie nicht mit dämonischer Magie gleichzusetzen.

Kapitel EinsDie Kunst Rathmas

Unter Sterblichen ist die Nekromantie vor allem mit den Priestern Rathmas verbunden. Rathma selbst war der erste Nephalem, der diese Form der Magie entdeckte. Aus diesem Grund wird die Nekromantie auch als Kunst Rathmas oder Kunst des Sohnes bezeichnet.

Für die Priester Rathmas ist der Tod kein Gegensatz zum Leben, sondern Teil eines größeren Kreislaufs. Alles, was wächst, muss irgendwann vergehen. Was stirbt, zerfällt und wird wiederum zur Grundlage neuen Lebens.

Die Totenbeschwörung dient ihnen deshalb nicht allein dazu, Tote zu erwecken. Sie ist ein Mittel, um auf diesen Kreislauf einzuwirken und seine Kräfte zu nutzen.

Kapitel ZweiDie Macht des Todes

Die Energie der Nekromantie stammt aus dem Tod selbst. Diese Macht kann genutzt werden, um Verstorbene zu erheben oder andere nekromantische Wirkungen hervorzurufen.

Dabei ist der notwendige Energieaufwand nicht einfach von der Zahl der beschworenen Wesen abhängig. Dieselbe Menge magischer Energie könnte beispielsweise verwendet werden, um eine große Anzahl einfacher Skelette zu beschwören oder stattdessen ein einzelnes, wesentlich intelligenteres Wesen zu erheben.

Entscheidend ist daher nicht nur die Menge der Toten, sondern die Art und Komplexität dessen, was der Totenbeschwörer erschaffen oder zurückrufen möchte.

Kapitel DreiSkelette, Golems und Wiederbelebung

Zu den bekanntesten Anwendungen der Nekromantie gehören Beschwörungszauber. Mit ihnen können Skelette und Golems herbeigerufen werden. Auch die Wiederbelebung Verstorbener gehört zu den bekannten Möglichkeiten dieser Schule.

Daneben umfasst Nekromantie weitere Formen von Magie, darunter Zauber, die sich auf Knochen, Gift und Flüche stützen. Damit ist Nekromantie wesentlich umfassender als das bloße Erheben von Leichen.

Kapitel VierDie Nähe eines Totenbeschwörers

Nekromantische Kräfte müssen nicht immer bewusst gelenkt werden. Bereits die Anwesenheit eines mächtigen Anwenders kann Auswirkungen auf die Umgebung haben.

Die bloße Nähe zu jemandem, der solche dunklen Künste beherrscht, kann Tote aufwecken und sogar die Ruhe jener Seelen stören, die eigentlich Frieden gefunden haben.

Nekromantie ist damit nicht nur eine Sammlung einzelner Zauber. Bei ausreichend mächtigen Anwendern kann sie beinahe zu einem Zustand werden, der ihre Umgebung beeinflusst.

Kapitel FünfDie Priester Rathmas

Zur Zeit der Verdunkelung Tristrams waren unter den Sterblichen vor allem die Priester Rathmas im Besitz dieses Wissens. Ihre Macht beziehen sie aus einer Verbindung zu Trag'Oul.

Gerade ihr Umgang mit Tod, Knochen und wiedererweckten Wesen sorgt jedoch dafür, dass sie von vielen Menschen gemieden oder gefürchtet werden. Diese Angst hat dazu beigetragen, dass sich zahlreiche falsche Vorstellungen über ihre Magie verbreiteten.

Kapitel SechsKeine Dämonenbeschwörung

Viele Bewohner Sanktuarios glauben, dass Nekromantie automatisch die Aufmerksamkeit von Dämonen auf sich zieht oder sogar Dämonen beschwört. Diese Annahme ist jedoch falsch.

Nekromantie gilt zwar als dunkle Kunst, ihre eigentliche Macht stammt aber nicht aus den Brennenden Höllen. Sie unterscheidet sich damit grundsätzlich von dämonischer Magie, bei der direkt auf die Kräfte der Hölle oder dämonischer Wesen zurückgegriffen wird.

Dass beide Formen der Magie von vielen Menschen gleichermaßen gefürchtet werden, bedeutet nicht, dass sie denselben Ursprung besitzen.

Kapitel SiebenNekromantie und Blutmagie

Nekromantie kann außerdem durch Blutmagie unterstützt werden. Blut steht in enger Verbindung mit Leben und Lebenskraft. Dadurch lässt es sich verwenden, um nekromantische Wirkungen und andere Zauber zu verstärken.

Auch die Priester Rathmas nutzen ihr eigenes Blut, um einige ihrer mächtigsten Zauber mit Energie zu versorgen.

Blutmagie und Nekromantie sind jedoch nicht identisch. Blut kann als Quelle oder Verstärkung dienen, während die eigentliche nekromantische Macht aus dem Tod hervorgeht.

Kapitel AchtMehr als menschliche Magie

Nekromantie ist nicht ausschließlich eine menschliche Kunst. Auch einige Dämonen verfügen über nekromantische Fähigkeiten. Ebenso sind bestimmte Vampire in der Lage, solche Kräfte einzusetzen.

Unter den Sterblichen bleibt sie jedoch besonders eng mit Rathma und seinen Priestern verbunden.

Kapitel NeunGefürchtet und missverstanden

In Sanktuario wird Totenbeschwörung seit Langem gefürchtet und häufig missbraucht. Die meisten Menschen begegnen ihr mit Abscheu oder Misstrauen.

Das liegt nicht nur an der Verwendung von Leichen und Knochen, sondern auch an der Vorstellung, dass jede Beschäftigung mit den Toten zwangsläufig etwas Dämonisches sein müsse. Die tatsächliche Lehre der Priester Rathmas unterscheidet sich davon jedoch deutlich. Für sie ist der Tod kein Werkzeug der Hölle, sondern eine natürliche Kraft innerhalb der Schöpfung.

Kapitel ZehnDer Kreislauf von Leben und Tod

Im Kern beruht Nekromantie auf einer einfachen Vorstellung: Leben und Tod sind keine voneinander getrennten Zustände. Alles Lebendige stirbt. Alles Tote vergeht. Und aus diesem Vergehen entsteht wiederum neues Leben.

Die Priester Rathmas nutzen die Macht dieses Kreislaufs, um auf die Toten einzuwirken, sie zu erheben oder die Kräfte des Todes selbst zu formen.

Damit ist die Totenbeschwörung trotz ihres düsteren Erscheinungsbildes keine Magie, deren Ziel zwangsläufig Verderbnis oder Zerstörung ist. Sie ist eine Kunst, die sich mit einem der grundlegendsten Vorgänge der Schöpfung beschäftigt: dem Tod.

Quellen
Diablo Wiki — Magic
Bearbeitete & übersetzte Inhalte, Abschnitt „Necromancy“, CC BY-SA