Nicht die Macht der Engel. Nicht die Natur der Dämonen. Sondern die Möglichkeit, zwischen beiden zu wählen – das ist das Erbe der Menschheit.

Kategorie
Volk
Abstammung
Nachfahren der Nephalem
Merkmal
Sterblichkeit, freier Wille
Bedeutung
Zentraler Faktor im Ewigen Konflikt
Inhalt

Überliefert · nach Diablo Wiki (Fandom)

Die Menschen sind die sterblichen Bewohner Sanktuarios und die Nachfahren der Nephalem.

Ihre Existenz geht damit unmittelbar auf die Verbindung von Engeln und Dämonen zurück. Auch wenn die meisten Menschen nichts mehr über diesen Ursprung wissen, tragen sie bis heute das Erbe beider Seiten in sich – und wurden gerade deshalb immer wieder zum Mittelpunkt des Konflikts zwischen den Hohen Himmeln und den Brennenden Höllen.

Kapitel EinsNachfahren der Nephalem

Die Menschheit entstand nicht unabhängig von den Nephalem. Nachdem Inarius den Weltenstein verändert hatte, nahm die Macht der Nephalem mit jeder Generation weiter ab. Ihre Lebensspanne verkürzte sich, ihre ursprünglichen Fähigkeiten verschwanden zunehmend und schließlich wurden ihre Nachkommen sterblich.

So entstand aus den einst mächtigen Nephalem die Menschheit. Mit der Zeit geriet dieses Wissen beinahe vollständig in Vergessenheit. Was von den alten Nephalem blieb, überdauerte vor allem in Mythen und Legenden.

Kapitel ZweiKinder von Engel und Dämon

Im Menschen leben weiterhin beide Seiten seiner Herkunft fort. Menschen tragen sowohl eine himmlische als auch eine dämonische Komponente in sich. Gerade diese doppelte Natur unterscheidet sie von Engeln und Dämonen.

Sie besitzen die Fähigkeit, sich zwischen Gut und Böse zu entscheiden. Diese Freiheit ist einer der Gründe, weshalb manche Engel der Menschheit mit Misstrauen begegnen. Anders als Engel oder Dämonen sind Menschen nicht von Geburt an vollständig einer Seite der Schöpfung zugeordnet.

Kapitel DreiSterblichkeit

Im Gegensatz zu den ursprünglichen Nephalem sind Menschen sterblich. Ihr Leben in Sanktuario ist zudem häufig kurz und gefährlich.

Krankheiten, Krieg, Monster, Dämonen und die zahlreichen Gefahren der Welt sorgen dafür, dass nur wenige Menschen ein hohes Alter erreichen. Selbst Wohlstand schützt kaum vor den Schrecken, die Sanktuario seit Jahrhunderten heimsuchen.

Nach dem Tod verlassen menschliche Seelen die sterbliche Welt. Ihr endgültiges Ziel liegt den Überlieferungen zufolge außerhalb der unmittelbaren Reichweite von Engeln und Dämonen, auch wenn verschiedene Religionen Sanktuarios eigene Vorstellungen über das Jenseits entwickelt haben.

Kapitel VierLicht und Dunkelheit

In jedem Menschen existieren Spuren beider ursprünglichen Mächte. Ein Funke des Lichts ruht im Herzen jedes Menschen. Durch starken Glauben oder tiefe Überzeugung können manche Menschen dieses Licht nutzen und außergewöhnliche Taten vollbringen.

Gleichzeitig trägt jeder Mensch auch einen Anteil der Dunkelheit in sich. Diese Dunkelheit kann negative Gefühle verstärken und den Geist belasten. Unter bestimmten Umständen kann sie sogar eine greifbare Form annehmen.

Damit spiegelt sich auch im Menschen jener Gegensatz wider, aus dem seine Vorfahren hervorgingen.

Kapitel FünfDie ersten Menschen

Als die Macht der Nephalem schwand, entstanden nach und nach die ersten Menschen. Ein früher Mittelpunkt ihrer Geschichte war der Tempel der Erstgeborenen, der ursprünglich zu Ehren der ersten Nephalem errichtet worden war.

Von dort aus verbreitete sich die Menschheit über Sanktuario. Sie errichtete Städte, sammelte Wissen und entwickelte unterschiedliche Kulturen, Völker und Glaubensrichtungen.

Auch Konflikte gehörten von Anfang an zu ihrer Geschichte. Menschen führten Kriege gegeneinander, lange bevor Himmel oder Hölle offen in ihre Welt eingriffen. Nicht jedes Leid Sanktuarios lässt sich deshalb auf Engel oder Dämonen zurückführen.

Kapitel SechsDie Entdeckung durch die Hölle

Die frühen Jahrhunderte der Menschheit verliefen vergleichsweise ruhig. Doch schließlich entdeckten die Mächte der Hölle die Existenz Sanktuarios.

Die Großen Übel erkannten das verborgene Potential der Menschheit und versuchten, sie für den Ewigen Konflikt zu gewinnen. Daraus entwickelte sich der Sündenkrieg.

Nach dessen Ende wurde vereinbart, dass die Menschheit ihren eigenen Weg zwischen Licht und Dunkelheit wählen sollte. Die Erinnerung an die Ereignisse wurde ausgelöscht, sodass die Menschen erneut ohne Kenntnis ihrer wahren Herkunft weiterleben konnten.

Kapitel SiebenZwischen Himmel und Hölle

Seitdem wurde die Menschheit immer wieder zum Ziel übernatürlicher Mächte. Die Großen Übel versuchten mehrfach, Menschen zu korrumpieren und für ihre eigenen Zwecke einzusetzen.

Gleichzeitig griffen auch Engel in die Geschicke Sanktuarios ein. Tyrael gehörte zu jenen, die sich wiederholt auf die Seite der Menschheit stellten, während andere Engel Menschen eher als Gefahr betrachteten.

Damit wurde die Menschheit zunehmend zu einem entscheidenden Faktor im Ewigen Konflikt.

Kapitel AchtDie Zerstörung des Weltensteins

Mit der Zerstörung des Weltensteins veränderte sich die Lage der Menschheit erneut. Der Weltenstein hatte nicht nur Sanktuario vor Himmel und Hölle verborgen, sondern auch das ursprüngliche Potential der Nephalem unterdrückt.

Nach seiner Zerstörung begann sich die Natur der Menschheit zu verändern. Erneut erschienen Menschen mit nephalemischen Kräften.

Diese Entwicklung fiel jedoch in eine Zeit schwerster Krisen.

Kapitel NeunMalthael und die Vernichtung der Menschheit

Eine der größten Katastrophen traf die Menschheit durch Malthael. Der ehemalige Erzengel der Weisheit betrachtete die dämonische Abstammung der Menschen als Grund dafür, sie aus der Schöpfung zu entfernen.

Seine Schnitter griffen Sanktuario an und vernichteten ganze Städte und Bevölkerungen. Ein erheblicher Teil der Menschheit kam dabei ums Leben.

Selbst nach Malthaels Niederlage erholte sich Sanktuario nicht vollständig. Krieg, Hunger und religiöse Konflikte schwächten die verbliebenen Gesellschaften zusätzlich.

Kapitel ZehnEine zerbrochene Welt

In den folgenden Jahrzehnten verschlechterte sich die Lage weiter. Dämonen, verderbte Kreaturen und menschliche Gewalt bedrohten die letzten Gemeinschaften Sanktuarios. Viele Menschen lebten nur noch von Tag zu Tag.

Bis zum Ende der Großen Feindschaft war ein großer Teil der organisierten menschlichen Zivilisation zusammengebrochen.

Mit Liliths Rückkehr entstanden neue Kulte und Glaubensbewegungen, während gleichzeitig immer mehr Menschen das Vertrauen in bestehende Religionen verloren.

Kapitel ElfGlaube und Wissen

Trotz aller Katastrophen entwickelte die Menschheit eine enorme kulturelle Vielfalt. Zwei große Strömungen lassen sich dabei immer wieder erkennen:

Mystik beschreibt das Streben nach Wissen, Magie und der Fähigkeit, das eigene Schicksal selbst zu bestimmen. Glaube dagegen setzt auf Mächte jenseits menschlichen Verständnisses und sucht in ihnen Orientierung, Ordnung und moralische Maßstäbe.

Beide Vorstellungen prägten die Geschichte Sanktuarios immer wieder unterschiedlich stark. Religionen entstanden, veränderten sich und verschwanden. Magische Traditionen wurden entwickelt, verloren und wiederentdeckt.

Kapitel ZwölfDie Vielfalt der Menschheit

Die Menschheit ist keine einheitliche Kultur. Über Sanktuario verteilt entstanden zahlreiche Völker und Gesellschaften mit eigenen Traditionen, Religionen und Lebensweisen.

Zu ihnen gehören unter anderem die Askari von Skovos, die Nachfahren Bul-Kathos', die Menschen Aranochs, die Kulturen Kehjistans, die Ivgorodi, die Bewohner der westlichen Königreiche, die Völker der Sümpfe und die Menschen von Xiansai.

Viele andere Kulturen gingen im Laufe der Geschichte vollständig verloren.

Kapitel DreizehnEine widersprüchliche Spezies

Menschen sind schwach im Vergleich zu Engeln, Dämonen oder den ursprünglichen Nephalem. Doch gerade ihre Veränderlichkeit macht sie außergewöhnlich.

Sie können Wissen suchen oder sich blindem Glauben hingeben. Sie können Mitgefühl zeigen oder grausam gegeneinander vorgehen. Sie können dem Licht folgen oder sich freiwillig der Dunkelheit zuwenden.

Und obwohl die Menschheit immer wieder beinahe vernichtet wurde, hat sie sich bisher stets erneut erhoben. Diese Fähigkeit zur freien Entscheidung ist vielleicht ihr wichtigstes Erbe. Nicht die Macht der Engel. Nicht die Natur der Dämonen. Sondern die Möglichkeit, zwischen beiden zu wählen.

Quellen
Diablo Wiki — Human
Bearbeitete & übersetzte Inhalte, CC BY-SA